7. Juli 2009

«Repuccino» vom 7. Juli 2009 – «Medien. Opfer! Und der Gute Ruf?»

dsc009601Franz A. Zoelch im Gespräch

Von Sarah Grimmelikhuijsen

Wie fühlt es sich an, morgens die Zeitung aus dem Briefkasten zu holen und das eigene Konterfei auf der Titelseite zu sehen – mit negativer Schlagzeile darunter? Franz A. Zoelch, „Repuccino“-Gast vom 7. Juli 2009 kennt sich damit aus. Als Berater von Medienopfern einerseits, andererseits in der Rolle selbst als ehemaliges Medienopfer.

Franz A. Zoelch gibt im Interview mit Steven Loepfe Einblick in seine Tätigkeit als Berater von Medienopfern und Personen der Öffentlichkeit. Als Spezialist im Bereich Medienrecht ist es sein oberstes Ziel, Kunden professionell darin zu beraten, wie sie ihren guten Ruf im Umgang mit Medien schützen können. Dabei spielt neben dem juristischen Rat die Kommunikation eine ganz entscheidende Rolle. Nur wer als Betroffener mit den Medien das Gespräch sucht, wird Erfolg haben und womöglich schnell eine Lösung finden. Ziel ist es, das betreffende Medienhaus und der zuständige Journalist spüren zu lassen, was die Berichterstattung beim Betroffenen ausgelöst hat. Tatsache ist: Eine negative Berichterstattung – ob über eine Privatperson oder eine Person von öffentlichem Interesse – kann grossen Schaden und Leid mit sich ziehen. Das „Recht auf Vergessen“ gilt heute im Zeitalter von Internet nicht mehr. Was auch immer geschehen ist – setzen Sie sich zur Wehr, um den entstandenen Schaden möglichst gering zu halten und Ihren guten Ruf auch in schwierigen Zeiten zu schützen.

… 6 Punkte, wie Sie Ihren guten Ruf schützen.

Halten Sie sich an die folgenden 6 Punkte von Franz A. Zoelch, um Ihren guten Ruf in den Medien zu schützen:

  1. Jeder Fall ist anders und muss daher unterschiedlich behandelt werden. Es gibt somit kein einzig richtiges Verhalten.
  2. Suchen Sie sich einen Partner, der sich a) in der Medienbranche auskennt und b) Sie optimal beraten kann, wie Sie sich in der Situation verhalten sollen.
  3. Bereiten Sie den Rechtsweg vor – am besten vor der Krise!
  4. Suchen Sie das Gespräch mit dem Medienhaus und dem betreffenden Journalisten und suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung.
  5. Die Geschichte ist erst zu Ende, wenn sie zu Ende ist. Aussitzen kann u.U. lange dauern und den Schaden nicht begrenzen.
  6. Im Zeitalter von Facebook und Google: Denken Sie daran, Archive vergessen nie.

… Zur Person Franz A. Zoelch

Die Praxis Franz A. Zölch & Partner ist auf allen Gebieten des Kommunikations- und Medienrechts tätig. Das Unternehmen ist wegen seiner spezialisierten Ausrichtung Gesprächspartner für Medienunternehmer, Medienschaffende, Medienkonsumenten und Behörden. Es bietet umfassende, auf die jeweiligen Bedürfnisse der Klienten abgestimmte Dienstleistungen an, unter anderem Rechtsberatung, Kommunikationsberatung und Ausbildung.

Was ist Ihre Meinung? Schreiben Sie gleich jetzt einen Kommentar!

Lust auf  frischen “Spitzenruf”? Abonnieren Sie unseren Newsletter oder RSS-Feed.

  • PDF
  • Facebook
  • Twitter
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Blogplay
  • StumbleUpon

Einen Kommentar

  1. marcel bernet schrieb:

    ein anregender anlass, danke für die einladung. am interessantesten für mich: wie ein anwalt ganz klar für den kommunikativen ansatz plädiert. auch wenn es weh tut, mühsam ist – nur das persönliche gespräch mit dem verletzer bringt beiden seiten wirklich nachhaltig etwas.

Ihre Meinung zählt: Schreiben Sie jetzt einen Kommentar!