29. September 2009

Blitz-Kurs Krisen-PR (2): Die 3 größten Krisen-Fehler – und was Sie daraus lernen.

Bild 1Krisen sind unvermeidbar. Das wissen wir alle. Auch Sie als Kleinbetriebler oder Führungskraft im Grossunternehmen können nichts dafür, wenn einer Ihrer LKW-Fahrer einen schweren Unfall verursacht. Wenn Ihnen die Lagerhalle bis auf die Grundmauern niederbrennt. Wenn ein Mitarbeiter Betriebsmittel veruntreut. Oder eine Überschwemmung Ihr Auslieferungslager zerstört.

Was Sie aber tun können, ist sich und Ihren Betrieb auf diese Fälle vorbereiten. Ja vorbereiten. Nicht nur im Sinne der Betriebsfortführung. Vor allem im Sinne der Sicherung einer reibungslosen Kommunikation vor, während und nach dem Vorfall.

Krisen-Kommunikation: Aus Fehlern lernen
Vorbereitung ist einfacher als Sie denken. Sie müssen’s einfach tun. Aber wie? Am besten, wir lernen zuerst aus den Fehlern, die wir in der Praxis beobachten, wenn wir auf den Platz gerufen werden. Dann, wenn “es” leider schon passiert ist:

Meine Erfahrung ist die: Aus Sicht der Kommunikation und Reputation werden die groben Fehler nicht in der Krise selbst begangen, sondern meist schon vorher. Aus den Krisen-PR-Projekten der letzten Jahre erkenne ich drei Fehlerbereiche:

Die drei häufigsten Fehler der Krisen-PR im Mittelstand

  1. Unternehmen haben oft keine Krisen-Strategie.
  2. Mögliche Krisen werden vielfach nicht antizipiert und analysiert.
  3. Es fehlt meist an einer systematischen Vorgehensweise zur kommunikativen Krisenbewältigung.


Feuerwehr oder Löschdecke?

Der Grossbetrieb hat eine Feuerwehr. Der Kleinbetrieb eine Löschdecke.  Unternehmen bereiten auf unterschiedliche Weise auf den den Krisenfall “Brand” vor. Ihre Strategie ist jeweils vorausschauend und auf die verfügbaren Mittel ausgerichtet. Brandprävention wird gemacht, um Mitarbeitende und Betriebsmittel im Ernstfall zu retten. Was man sieht, das kann man retten.

Der gute Ruf aber, der ist unsichtbar. Doch im Ernstfall – und hier rede ich aus Erfahrung – ist er genauso dem Raub der Flammen ausgesetzt wie Mensch und Maschine.

Zahlen Sie aufs “Reputations-Konto” ein…

Ein verpatzter Auftritt vor der TV-Kamera nach dem Knall auf dem Werksgelände. Verunsicherte Mitarbeitende, die nicht wissen, wie es nach der Überschwemmung des Betriebs weiter geht. Anwohner, die aus dem Radio von der Giftigkeit der Rauchwolke über der Fabrik erfahren. Alles Ereignisse, die das Guthaben Ihres “Reputations-Kontos” innert Sekunden vernichten.

Wenn Sie auf dieses Konto nicht frühzeitig und regelmässig eingezahlt haben und wenn Sie dieses wertvolle Kapital in der Krise nicht richtig schützen, nützen Ihnen weder Wasser noch Lösch-Schaum.

…und machen Sie sich “fit” für die Krise.

Deshalb: Egal ob Sie einen Kleinbetrieb besitzen oder als Führungskraft eines Grossunternehmens tätig sind – Machen Sie sich und Ihr Unternehmen für den Ernstfall fit. Bereiten Sie sich vor.

Nicht nur punkto Sicherung von Leben und Betriebsmittel. Nicht nur im Sinne der Vermeidung eines Betriebsunterbruchs. Sondern auch im Sinne des Schutzes eines der wohl wertvollsten Güter der Gegenwart: Dem guten Ruf Ihrer Firma.

Auf welche der drei gängigsten Krisen-Arten Sie sich vorbereiten können, wie Sie dies konkret tun und welcher Aufwand damit verbunden ist, davon ist in den kommenden Beiträgen die Rede.

Auf Ihren Spitzenruf!

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