17. November 2009

Veränderung erlebbar machen: Ziehen Sie an diesen Registern …

Bild 1Veränderung ist Management-Sache: Es geht um Bilanzen. Um Übernahmen. Um Stellenabbau. Um Optimierung, Skalenerträge, Synergien – you name it. Auf der Strecke liegen bleibt oft der Dialog mit dem wichtigsten und beständigsten Stakeholder des modernen Unternehmens – dem Mitarbeitenden. Das Resultat: Rat- und Orientierungslosigkeit, Desinteresse bis hin zu offenem Widerstand.

Menschen und ihre Informationsbedürfnisse kann man schlecht ins Excel-Sheet übertragen. Weil dies so ist, weicht man aus. Auf E-Mail, Intranet, Corporate TV etc. Das ist im Grundsatz okay, aber noch nicht einmal die halbe Miete.

Mitarbeiter wollen verstehen …

Mitarbeitende sind aufgeklärte Menschen. Sie wollen die Veränderung und die ihr zugrunde liegenden Überlegungen verstehen können, damit sie sich ernst genommen und vom Prozess nicht ausgeschlossen fühlen.

Unsere Erfahrung hat uns gelehrt: Das persönlich Erlebbare und das Symbolhafte bleiben besser in Erinnerung und wirken nachhaltiger als das Unpersönliche. Konkret bedeutet dies, dass ein Event, ein Mitarbeiteranlass oder eine Diskussionsveranstaltung weit effektiver ist als eine unpersönliche E-Mail, welche an Tausende von Empfängern gleichzeitig verschickt wird. Zudem stärkt die direkte, persönliche Kommunikation das Selbstwertgefühl der Mitarbeitenden; sie fühlen sich geschätzt.

Das Problem ist nur …

Der Manager unterschätzt die Zeit, die es zum „Erzählen“ der Veränderung braucht. Ein typischer O-Ton, den wir oft zu hören bekommen, klingt so: „Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich für den direkten Kontakt zu meinen Leuten mehr Zeit hätte investieren sollen. – “ Woran das liegt? Wohl am Umstand, dass ein typischer Manager wenig Veränderungs-Erfahrung und somit auch wenig Lerneffekte vorzuweisen hat.

5 “Register“, wie Sie Veränderungen erlebbar machen können …

  1. Suchen Sie den internen Dialog. Schaffen Sie Gelegenheiten, in denen Sie Ihre Botschaft klar und persönlich erzählen und gleichzeitig den Austausch mit Betroffenen suchen können.
  2. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitenden und hören Sie zu, was diese beschäftigt. Ein offenes Ohr ist oft viel mehr Wert als ein Online-Kummerkasten. Nicht nur am „D-Day“, sondern auch danach.
  3. Treiben Sie Ihre Veränderung entschlossen voran.
  4. Nehmen Sie sich Zeit für mitarbeiterrelevante Kurskorrekturen Ihrer Veränderung.
  5. Sprechen Sie in der Kommunikation möglichst viele Sinne an. Je mehr Sie dies tun, desto bleibender sind die Eindrücke und desto nachhaltiger ist die Wirkung.

Der Dialog, das persönlich Erlebbare, Symbole und Rituale bleiben besser in Erinnerung und wirken nachhaltiger als alles andere. Drum: Geben Sie den von der Veränderung Betroffenen etwas in die Hände, das verschiedene Sinne anspricht. So wird der Wandel sicht-, fühl- und fassbar und Sie kommen mit Ihrer Veränderung schneller voran.

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Einen Kommentar

  1. Warum Sie der Veränderung ein Gesicht geben sollten… » Spitzenruf schrieb:

    [...] heisst führen (s. „Veränderungen erlebbar machen“). Bei Veränderungen geht es aber nicht nur darum, den Dialog mit den Mitarbeitenden aufrecht zu [...]

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