19. Januar 2010

Klick – und weg. Wie Sie mit 1 Mausklick Ihrem Ruf schaden.

Dienstag, 19. Januar 2010, 15.19 Uhr. Via unsere allgemeine Info-Adresse erhalten wir eine E-Mail von B.H. Betreff: Assistentin. Mit einem Klick ist die E-Mail offen. Und das Staunen gross:

Bild 2

B.H., Personalberater, versucht mit einer unpersonalisierten E-Mail – wahrscheinlich an dutzende Adressen versandt – die offenbar qualifizierte Mitarbeiterin Natalie M. (Name geändert) einem neuen Arbeitgeber zu vermitteln. Soweit so gut.

Doch B.H. schickt uns im RTF-Format – für ein formatiertes, optisch ansprechendes Dokument hat wohl die Zeit nicht gereicht – gleich den kompletten Lebenslauf von Natalie M. Wir erfahren darin Spannendes:

Zum Beispiel wissen wir jetzt, dass der letzte Arbeitgeber von Natalie M. eine „hohe Fluktuation“ verzeichnete und ihr „keine Perspektiven“ bieten konnte. Wir kennen die gesamte Laufbahn inklusive den Fähigkeiten von Natalie M. – und wir haben nicht einmal gefragt. Wir sind begeistert.

Eine E-Mail ist schnell verschickt. Klick – und weg. Vergewissern Sie sich, welche Konsequenzen Ihre E-Mail haben könnte. Oder würden Sie sich von B.H. beraten lassen und ihn damit beauftragen, Sie zu vermitteln? Wohl kaum. Das Unternehmen, bei welchem B.H. Geschäftsführer ist, rühmt sich übrigens mit “20 Jahre Erfahrungen”. Wie gesagt: Klick – und weg. Denken Sie dran, bevor Sie Ihre E-Mail verschicken.

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Verfasst um 17.40 Uhr in Allgemein

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