Die berühmte Benediktinerabtei Einsiedeln ist eine bedeutende Station auf dem Jakobsweg und selbst Ziel zahlreicher Pilger. Doch wie hat das Kloster Einsiedeln diese Bekanntheit erlangt? Und was wird unternommen, dass der gute Ruf bis weit über die Klostermauern hinaus gestärkt wird?
Am Repuccino vom vergangenen Dienstag haben wir die Antworten auf diese und noch weitere interessante Fragen aus erster Hand erfahren. Zu Gast war der frühere Vikar und Dekan des Benediktinerklosters Einsiedeln und aktuelle Pfarrer der ortsansässigen Pfarrei Pater Basil Höfliger.

Versprechen einhalten
Die Regeln des heiligen Benedikt fordern von den Mönchen bedingungslosen Gehorsam: Gegenüber Gottes Geboten, aber auch gegenüber dem Willen des Abtes. Der Tagesablauf im Kloster ist systematisch geregelt und wird von den Glaubensbrüdern diszipliniert umgesetzt. Das Gebet wird allem vorgezogen. Und dennoch nehmen sich die Benediktinermönche täglich eine Stunde Zeit für persönliche Kontakte und Gespräche – sowohl mit klosterinternen- als auch externen Personen.
Kloster ähnlich wie ein KMU-Betrieb
Auch ein Kloster verfolgt eine klare Vision, Ziele und Strategien. Gott suchen lautet der Auftrag, und diesem wird Folge geleistet. Die Mönche leben, arbeiten und leisten gerne im und fürs Kloster. Motivation, Inspiration und das starke Kollektiv sind die Erfolgsfaktoren. Der Mensch steht ganz klar im Mittelpunkt. Und doch unterscheiden sich Kloster und KMU in einem Punkt ganz wesentlich: Das Kloster ist nicht nur eine Arbeitsgemeinschaft, sondern gleichzeitig auch eine Lebensgemeinschaft.
«Das Kloster verfügt über einen grossen Aufgabenbereich. Dabei entstehen viele Touchpoints, die den guten Ruf unseres Klosters schützen und stärken», ist Pater Basil überzeugt. Um nur einige Wenige zu nennen:
…Der persönliche Kontakt mit Aussenstehenden, dem sich die Benediktinermönche gerne widmen…
…der populäre Abt Martin Werlen (der auch im Bereich Social Media aktiv ist und gerne twittert)…
…die vielen Konzerte und Wallfahrtsveranstaltungen…
…die Pferdezucht sowie das eigene Weingut.
Seit Hunderten von Jahren verfolgt der Benediktinerorden konsequent seinen Weg – mit Erfolg. Und das dem so bleibt, wird auch in Zukunft diszipliniert nach der Benediktinerregel „ora et labora et lege“ (zu deutsch: „bete und arbeite und lies“) gelebt.
Unbedingt vormerken:
Am Dienstag, 5. Juli 2011 findet der nächste Repuccino statt. Unser Gast: Thomas Schmid, Managing Director vom Dolder Grand in Zürich.