Letzthin: Frühstücks-Treffen mit Hanspeter Latour. Für nicht-Fussballer: Latour ist Trainer des Schweizer Fussball-Clubs “Grasshopper Zürich” und ehemaliger Trainer des 1. FC-Köln.
Der Ruf des Grasshopper Club ist nach einer kurzen Medienposse etwas angekratzt. Trotz kurzfristiger Reputations-Krise: Was wir von Trainer Hanspeter Latour lernen ist eines:
“Erfolg kommt von Fleiss, Mut und – Glück…”.
Wer Latour live erlebt, weiss, dass diese Formel gepaart mit seiner unbändigen Leidenschaft Berge bewegt. Führungskräfte können von Trainern wie Latour einiges in Sachen Fokus, Motivation und Führung lernen. Wer Lust dazu hat, kaufe sich ein Fussball-Ticket, nehme den Feldstecher mit und beobachte den Trainer. Kostet wenig. Bringt viel.
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Herzlichen Dank an alle, die an unserer Mail-Umfrage mitgemacht haben. Aus den dutzenden von Kommentaren lassen sich folgende Themen ableiten. Themen, die Sie offenbar stark bewegen. Es sind dies…
- Meinungen: Gewünscht wird der Austausch mit Persönlichkeiten, die am guten Ruf arbeiten (Interviews)
- How-to: Der Ruf nach Checklisten, How-to, Methoden und Ansätze ist gross
- Aus der Praxis: Gesucht sind gute und erprobte Beispiele aus der Praxis; auch Mittelständler/KMU
- Medien: Offenbar sind “Einfluss und Zukunft der Kanäle” grosse Themen
- Kommunikation: Hier suchen viele nach Antworten punkto effektiver Tools und Kommunikationsmittel
- Organisation: Rolle des CEO, Organisationsentwicklung, Ownership – das sind hier die Fragen
- Unternehmertum: Viele wünschen sich Kicks und Tipps punkto mehr Begeisterung und “Amazingness” im Betrieb
- Krise: Ja, die Krise beschäftigt viele; hier suchen jedoch viele nach Wegen aus der Reputations-Krise
Wir werden all diese Fragen auf “Spitzenruf” und im “Repuccino” aufgreifen. Falls Sie schon jetzt weitere Anmerkungen oder Wünsche haben, dann senden Sie uns ganz einfach eine kurze Mail. Nochmals vielen Dank fürs Mitmachen. Was Sie als Leser bewegt – das ist der Motor von “Spitzenruf”.
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Stichwort Krise und Kommunikation: An Gründonnerstag vor ein paar Jahren ruft mich ein Kunde an: “Die Pizza-Fabrik ist explodiert! Lokal-TV steht vor dem Haus! Was sollen wir tun!?”
Ich weiss nicht, ob Ihnen eine Krise schon ‘mal den Schlaf geraubt hat. Ich sass schon ein paarmal im “War Room”. Und was habe ich dabei gelernt?
Nun, wenn’s kracht und die Reputation im Kippzstand ist, geht zuerst die Suche los: Wo ist die Telefonliste? Warum kann ich den Meyerhofer nicht erreichen? Wo ist das Krisen-Handbuch? Wo ist unsere Medien-Checkliste? Wo sind die Company-Guidelines aufm Server zu finden? Und überhaupt, warum dauert das so lange?
Egal, was bislang geschah – meine einfachen Lehren aus der Krise sind:
- Erreichbarkeit: Stelle sicher, dass du erreichbar bist. Immer!
- Chance: Wer die Krise gut meistert, stärkt den Ruf. Umgekehrt gilt dasselbe!
- Keep it simple: Das Wesentliche passt auf eine “Helmkarte”.
- Das Wesentliche: Telefon, Statements, Koordinaten, Meldestelle-Details
- Gemeinsam: Jeder Mitarbeitende leistet seinen Beitrag zur Bewältigung.
- Gute Soldaten: Krise braucht Mut, Entschlossenheit, Kraft und Wille.
- Der Ruf des Hauses steht auf dem Spiel. Keine Zeit für Eitelkeit!
- Grundsatz: Kühler Kopf in krasser Krise!
- Tools: Nutze Blog, SMS-Blaster, Intranet. Sprich mit den “Leuten”!
- Medien: Sei transparent, proaktiv und v.a.: bleib freundlich.
- Zeige Betroffenheit! Packe an! Schaffe Orientierung! Informiere.
Heute führe ich durch die Konferenz “Reputation 09″. Das Speaker-Lineup findet sich hier. Die Zusammenfassung aller Referate habe ich unter protokoll-reputation-09 abgelegt (Dank an die Academy). Meine Einleitenden Punkte:
- Eine gute Reputation ist zentral. Sie wirkt auf der Ertrags- wie auch auf der Kostenseite.
- Reputation war bereits in der Antike zentral und hat Auswirkungen auf heute.
- Durch eine gute Reputation enstehen Wettbewerbsvorteile.
- Soufflé-Effekt: Obwohl man manchmal alles richtig machen kann, besteht trotzdem die Möglichkeit, dass etwas schief läuft
- Der Rahmen der Konferenz ist:
- Voraussetzungen / Klarheit in der Strategie finden / Wer ist man?
- Versprochenes einhalten
- Exzellente Leistung und gute Arbeit leisten
- Ehrlichen Dialog pflegen
Money can’t buy me love – Leidenschaft ist keine Stangenware. Begeisterungsfähigkeit ist rar. Und Flow gibt’s höchstens noch im Sport oder auf der Bühne. Die Remedur: «Coaching». Mein Freund Tom Freitag hat soeben sein neues Buch zum Thema lanciert: Mythos Coaching: Was bringt’s? Wie funktioniert es? Ich stehe dem ganzen eher skeptisch gegenüber. Nach der Letküre sage ich aber: Es gibt Hoffnung. Wer seine Potenziale (nicht nur als Führugnskraft) gezielt aufbaut und stärkt, kann etwas bewirken:
- Er kann Perspektiven nicht nur entwerfen, sondern tragfähige Brücken zu den Menschen in seinem Unternehmen aufbauen.
- Er kann seine Mitarbeitenden mit dem Visions-Virus infizieren und so besser kommunizieren und führen.
- Besser heisst: Zielgerecht und zielgerichtet. Ohne Chi-Chi, klar und fettfrei.
- Wo besser geführt und besser kommuniziert wird, ist die Qualität der Leistung in der Regel höher.
- Und Leistung und das Einhalten von Versprechen sind die Pfeiler der Reputation.
- Kurzum: Die Kausalkette des guten Rufes findet in einer starken Person ihren Ursrprung.
Wir kennen es. Mancher Leader ist ein “Pflock”. Manch ein Chef wirkt ungeschliffen. Und so ist es, wie mit manchem Rohdiamant. Je besser der Schliff, desto höher die Reinheit. So gesehen kann Coaching der Weg zu 24-karätigen Führungskraft sein.